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TP2: Eigerplatz

Der Eigerplatz ist einer der komplexesten Verkehrsknoten in der Stadt Bern. Er soll im Rahmen des Projekts Tram Region Bern neu gestaltet werden. Dazu hat die Planungsgemeinschaft Tram Region Bern ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben. In der ersten Phase ging es darum, Ideen für die Neugestaltung des Eigerplatzes zu entwickeln. In der zweiten Phase wurden die vier besten Vorschläge in weiteren Studien vertieft ausgearbeitet.

Der Ideenwettbewerb und somit die erste Phase wurde am 10. November 2009 abgeschlossen. Die Aufgabe bestand darin, für die neue Tramlinie und den übrigen Verkehr eine zukunftsweisende Lösung mit einer möglichst hohen Aufenthaltsqualität zu erarbeiten. Erwartet wurden kreative Vorschläge, wie der Platz städtebaulich, verkehrstechnisch und gestalterisch sinnvoll ins Quartier eingebettet werden kann.

16 Teams aus dem In- und Ausland haben am Wettbewerb teilgenommen. Von deren Eingaben wurden fünf Vorschläge prämiert. Die vier Erstplatzierten erhielten je einen Studienauftrag, um ihre Ideen zu vertiefen. Die Resultate liegen vor.

Die beste verkehrliche Lösung hat das Team unter der Leitung von B+S AG Entwickeln-Planen-Realisieren aus Bern mit dem Projekt „EIGERTRAM“ präsentiert, das bereits in der Vorrunde (Ideenwettbewerb) Rang 1 erzielte. Die Aufgabe, den Stadtraum attraktiv zu gestalten, haben die Hager Landschaftsarchitektur AG in Zürich und weitere Projektbeteiligte mit „promunturium“ überzeugend gelöst. Das Beurteilungsgremium empfiehlt einstimmig, dass die beiden Teams ihre verkehrlichen und stadträumlichen Lösungsansätze zusammenführen und in das Vorprojekt einfliessen lassen.

Ovaler Kreisel
Im Projekt „EIGERTRAM“ schlagen die Verfasser einen ovalen Kreisel mit einstreifigen Zufahrten vor. Der motorisierte Individualverkehr wird auf den Hauptachsen Seftigen­strasse-Zieglerstrasse/Schwarzenburgstrasse-Eigerstrasse gebündelt. Die Belpstrasse wird zwischen dem Philosophenweg und der Zieglerstrasse geschlossen. Auf der Zieglerstrasse ist zudem ein durchgehender Mittelbereich vorgesehen, der die Trennwirkung reduziert. Das Beurteilungsgremium hält dazu fest: „Die vorgeschlagene Verkehrslösung überzeugt. Der klare, einfache und sich gut in das Stadtbild einfügende Kreisel ist eine sowohl formal aber auch verkehrstechnisch bestechende Lösung. Alle Verkehrsteilnehmer finden übersichtliche und sichere Führungen“.

Ein Park und mehr Bäume
Das Projekt „promunturium“ setzt mehrere stadträumliche Akzente: So sollen beispielsweise die quartiertypischen Alleen verlängert und wo nötig und möglich Lücken gefüllt werden. Auf dem Dreieck vor der Post entsteht eine gepflegte kleine grüne Oase. Der Raum rund um das Hochhaus wird zu einem offenen Platz und damit zum Angelpunkt zwischen den Quartieren. Über der Tramhaltestelle schwebt ein abgewinkeltes äusserst leichtes Dach, welches den Eigerplatz in Warte-, Bewegungs- und Aufenthaltszonen gliedert. Eine weitere Besonderheit ist die Beleuchtung, welche die Stadträume und die Bauten mit einem Lichtspiel inszeniert.

Konsens erforderlich
Das dreizehnköpfige Beurteilungsgremium unter der Leitung von Uli Huber, Architekt BSA SIA SWB, stellte in seinem Bericht fest, dass es allen Teams mit den weiterbearbeiteten Projekten gelungen sei, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Bei der detaillierten Bearbeitung traten allerdings Konflikte zu Tage, die planerisch nur schwer oder bedingt zu lösen waren. Unter den gegebenen Umständen seien auf dem Eigerplatz nicht für alle Anspruchsgruppen Maximallösungen zu finden.
Zum Beurteilungsgremium gehörten Fachleute aus Architektur und Verkehr, die Berner Gemeinderätin Regula Rytz, der Vorsteher des Amtes für Verkehr des Kantons Bern, Wolf-Dieter Deuschle sowie Quartiervertreter des Stadtteils III.

Studienauftrag Eigerplatz, Bericht des Beurteilungsgremiums, 11. Mai 2010 (53 MB)

Ideenwettbewerb Eigerplatz, Bericht des Preisgerichts, 10. November 2009 (4 MB)

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