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TP1: Köniz

Im Teilprojekt 1 (Eigerplatz–Endstation Schliern) ergeben sich folgende planerischen Herausforderungen:

Zentrum Liebefeld
Das beim Kreisel Hessstrasse beginnende Zentrum Liebefeld hat ein gestalterisches Defizit, es wird nicht als solches wahrgenommen. Das Tramprojekt bringt die Chance mit sich, diesen städtebaulichen Mangel zu beheben, den Strassenbereich darauf abzustimmen und aufzuwerten. Nur so kann sich das Gebiet mit den vielen Arbeitsplätzen sowie den angedachten und angelaufenen neuen Siedlungsentwicklungen zu einem funktionierenden Zentrum mit eigener Identität weiterentwickeln.

S-Bahnstation Liebefeld
Das Areal um die S-Bahnstation Liebefeld hat hohes Entwicklungspotenzial. Der Richtplan der Gemeinde Köniz sieht hier eine Neugestaltung des Strassenraums, geprägt durch einen zeichenhaften Neubau vor. Zudem sollen die Haltestelle sowie der angrenzende Aussenraum aufgewertet werden und eine attraktive Umsteigebeziehung von der S-Bahn auf das Tram geschaffen werden.
Die Gemeinde hat dazu die Studie "Arealentwicklung Station Liebefeld" in Auftrag gegeben. Diese wird voraussichtlich Anfang 2011 veröffentlicht.
Entwicklungsschwerpunkt Liebefeld

Liebefeld Park
Entlang des Parks ist für das Tram in beiden Richtungen ein Eigentrassee vorgesehen.

Brühlplatz
Der Brühlplatz ist der stadtseitige Eingang ins Zentrum von Köniz. Er liegt im Schnittbereich des Parks im Liebefeld, dem Zentrum Köniz und den Wohn- und Arbeitsplatzgebieten. Hier stossen drei historisch gewachsene Strassenachsen aufeinander, zudem existieren Querverbindungen ins Feldeggquartier sowie Richtung Sägestrasse und Gartenstadt. Diese Scharnierfunktion ist zu stärken. Die Gemeinde hat 2010 für den Brühlplatz eine Studie in Auftrag gegeben. Der Inhalt dieser Konzeptstudie soll zur vertieften Klärung der möglichen Bauvolumen am Brühlplatz beitragen, die Lage der Tramhaltestelle untersuchen und Aussagen zur Platzdefinition machen. Die Studie wird voraussichtlich Anfang 2011 veröffentlicht.

Köniz Zentrum
Hauptverkehrsachsen in Ortszentren, die gleichzeitig auch als Einkaufs- und Flaniermeile dienen, haben grosse Verkehrsmengen und Fussgängerfrequenzen zu verarbeiten und sollen zudem eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.

Im Zentrum von Köniz queren in der Spitzenstunde mehr als 800 Fussgänger und Fussgängerinnen die Strasse ganz selbstverständlich flächig. Die Tempo 30-Zone auf der Schwarzenburgstrasse und die als Querungshilfe nutzbare Mittelzone haben die Trennwirkung der Strasse wesentlich verringert, die Wege und Wartezeiten für Zufussgehende verkürzt und die Erreichbarkeit der Bushaltestellen stark verbessert. Dieses bewährte und eingespielte System soll auch mit einer Tramlinie funktionieren. Eine Herausforderung wird insbesondere die Höhe der Perronkanten sein. Die Planungsverantwortlichen schenken diesem Bereich eine hohe Aufmerksamkeit.

Die Schwarzenburgstrasse im Zentrum von Köniz wurde erst kürzlich saniert. Anlässlich der Projektierung und des Baus der Ortsdurchfahrt rechnete noch niemand mit dem Bau eines Trams. Erst die in der Region Bern durchgeführten Arbeiten zum Agglomerationsprogramm Verkehr + Siedlung und die darauffolgende Zweckmässigkeitsbeurteilung zeigten die Notwendigkeit der Umstellung der Linie 10 auf Trambetrieb. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass vermehrt auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen wird, gerade auch in Köniz.
Mittels Vorteilsanrechnung bei den Kosten wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Strasse ihre Lebensdauer noch nicht erreicht hat.

Schloss Köniz
Das historisch bedeutende und attraktive Ensemble von Schloss und Kirche wurde mit der Platzgestaltung freigestellt und bildet heute das südliche Tor zu Köniz. Mit dem Kreisel konnte die Verkehrsfläche gegenüber der früheren Situation mit Lichtsignalanlage massiv reduziert werden. Der Schlossplatz und die Verkehrsführung sollen auch mit dem Tram im Grundsatz erhalten bleiben.

Muhlernstrasse
Auf der Muhlernstrasse ist sowohl stadtaus- wie auch stadteinwärts eine separate Tramspur vorgesehen. So kann das Tram in beiden Richtungen ohne Stau verkehren und es kann auch bei schlechten Witterungsverhältnissen eine gute Fahrplanstabilität garantiert werden.

Betriebswendeschlaufe Sandwürfi
Oberhalb des Oberstufenzentrums ist eine so genannte Betriebswendeschlaufe vorgesehen. Betriebswendeschlaufen sind nötig, damit der Trambetrieb auch bei Störungen weitgehend aufrecht erhalten werden und der Ersatzbetrieb mit Bussen auf kleinere Streckenabschnitte beschränkt werden kann.

Erschliessung Büschiacker
Im Fahrtwind von Tram Region Bern wurde die seit langem zur Diskussion stehende Erschliessung des Büschiackerquartiers neu lanciert. Ein zweijähriger Testbetrieb soll nun ab Dezember 2011 die Nachfrage klären.

Schliern
Herausforderung in Schliern ist die gute Erschliessung der ganzen Ortschaft bei gleichzeitig verträglicher Tramführung und Lage der Wendeschlaufe. Im Rahmen des Vorprojekts hat sich der Könizer Gemeinderat für eine Lage der Wendeschlaufe am Plattenweg ausgesprochen.
Wendeschlaufe Schliern Kurzbericht vom 30. Juli 2009

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