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TP4: Ostermundigen

Das Teilprojekt 4 erstreckt sich vom Viktoriaplatz bis zum Fuss der Rüti und überschreitet damit die Gemeindegrenze von Bern nach Ostermundigen. Die Linienführung wurde im Rahmen der Zweckmässigkeitsbeurteilung ÖV Ostermundigen ermittelt.

Erster Schwerpunkt ist der Viktoriaplatz, der für alle Verkehrsteilnehmer attraktiver und sicherer gestaltet wird. Die heutige Verkehrssituation soll mit einem Kreisel entflochten und übersichtlich werden. Die Haltestelle der Tramlinie 10 wird etwa am Standort der heutigen Bushaltestelle liegen.
Gleichzeitig soll die Haltestellensituation der Linie 9 am Viktoriaplatz verbessert werden. Diese Haltestelle ist heute für die 42 m langen Tramzüge zu kurz und muss deshalb verschoben werden. Damit kann sie auch gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes erstellt werden. Sie kommt neben dem BKW-Gebäude zu liegen und wird mit der Haltestelle Spitalacker zusammengelegt werden. Eine Dienstgleisverbindung von der Viktoriastrasse in die Moserstrasse erhöht die Flexibilität von BERNMOBIL im Störungsfall.
In der Viktoriastrasse fährt das zukünftige Tram gleich wie heute der Bus im bestehenden Strassenraum. In der Laubeggstrasse (vor dem Rosengarten) erhält es stadteinwärts eine separate Tramspur.

Die Kreuzung Rosengarten/Laubegg wird derart gestaltet, dass die Tramspur stadtauswärts im Mischverkehr und von Ostermundigen her separat geführt wird. So kann das Tram ohne Stau in beide Richtungen verkehren. Im Rahmen des Bauprojekts wird eine Lösung geprüft, bei welcher die nördliche Baumreihe entlang der Laubeggstrasse erhalten werden könnte. Dies wäre allerdings im Vergleich zur Lösung gemäss Vorprojekt mit gewissen Nachteilen für alle Verkehrsteilnehmenden verbunden.

Ab Galgenfeld bis an die Gemeindegrenze von Ostermundigen fährt das Tram auf einer Separatspur in Mittellage. Die Haltestellen Galgenfeld und Waldeck bleiben am heutigen Ort, während die Haltestelle Schosshaldenfriedhof näher zum Pulverweg gelegt wird.

Die Kreuzung Pulverweg/Bernstrasse wird zu einem Kreisel umgebaut und die Brücke über die Autobahn wird ersetzt. Dort zweigen die Dienstgleise zum Depot Bolligenstrasse ab. Entlang dem Schosshaldenfriedhof verkehren die Trams auf Eigentrassee.

Beim Bahnhof Ostermundigen soll eine Vernetzung des Trams mit der S-Bahn und dem Bus realisiert werden. Kurze Umsteigewege und verlässliche Anschlüsse sollen die Nutzung des öffentlichen Verkehrs attraktivieren. Das Vorprojekt sieht den Ausbau der Unterführung und darin angeordnete Tramhaltestellen vor.

Bei der Bernstrasse und dem Dreieck an der Zollgasse wurden im Dialog mit den Anwohnern und den Gewerbetreibenden Lösungen geschaffen, die den ganzen Abschnitt in hohem Masse aufwerten. Vor allem am Dreieck kann die Trennung des Individualverkehrs vom ÖV eine Platzsituation mit ansprechenden Aufenthaltsqualitäten schaffen. Die Haltestellen sind so angeordnet, dass die Autos die Trams mit zwei Ausnahmen in beiden Richtungen überholen können.

Alleen
Die neue Tramlinie 10 wird durch Strassen führen, die von Alleen gesäumt sind. Das soll auch zukünftig so bleiben. Die Baumreihen müssen aber zum grossen Teil ersetzt werden, teilweise weil der Strassenquerschnitt verbreitert werden muss, teilweise weil der Wurzelbereich der Bäume zu weit in den Strassenuntergrund hineinreicht.
Baumuntersuchungen haben gezeigt, dass insbesondere vor dem Schosshaldenfriedhof viele Bäume in schlechtem Zustand sind und in den kommenden Jahren ohnehin ersetzt werden müssen. Das Tramprojekt gibt hier die Chance, die Allee gesamthaft zu erneuern und damit langfristig wieder ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen.

Im Rahmen des Bauprojekts wird nochmals der Erhalt einzelner Alleeabschnitte geprüft (s. Aussagen zu Rosengarten/Laubegg)
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